Die Qual der Wahl oder welches Tauchsafari-Boot ist das Richtige für die erste Tauchsafari?
Wenn die erste Tauchsafari ansteht ist es eine gute Frage, welches Boot das Richtige ist. Wenn man mich nach meiner Meinung fragt, dann wäre meine Antwort relativ einfach. Ich möchte meine Meinung durchaus kundtun, aber vorher erklären. Fragt man mehrere befreundete Taucher wird man unterschiedliche Aussagen zu der Frage hören.
Meine Empfehlung für die erste Tauchsafari ist ein Boot mit ENOS an Bord und auf eine gewisse Größe des Bootes sollte geachtet werden.
Die Empfehlung der Größe des Bootes hat einen einfachen und auch wichtigen Hintergrund für die erste Tauchsafari. Die größeren Boote zwischen 36 und 40 Metern liegen ruhiger im Wasser, als wie die kleineren Boote. Denn eine Woche an Bord eines kleinen Schiffes kann lange werden, wenn man zur Seekrankheit neigt oder nicht von sich weiß ob man anfällig für Seekrankheit ist.
Weiterhin bieten größere Boote auch mal ein ruhiges Plätzchen an Bord. Hier ist es durchaus möglich sich tagsüber etwas zurück zu ziehen. Bei kleineren Booten ist dies aus Platzgründen eher schwer möglich.
Bei der Frage nach ENOS, steht die Tauchsicherheit im Focus. ENOS als System soll das Abtreiben des Tauchers verhindern. Mit dem Sender kann man im Falle des Abtreibens ein Notsignal an das Boot senden und auf seine Notlage aufmerksam machen.
Da selbst bis zum heutigen Tage nur wenige Boote weltweit, dieses oder ähnliche, mehr als sinnvolle Equipment (ENOS) an Bord haben, ist die Auswahl sehr gering. In Ägypten haben 2 Boote für jeden Taucher und ein paar weitere für die Buddyteams, ENOS an Bord.
Wenn schon Sicherheit im Vordergrund steht, dann ENOS für jeden Taucher! Diesen Punkt würde ich mir bei der Buchung bestätigen lassen. Wenn die Flotten die ENOS nur für das Buddyteam anbieten, dies bestätigen gibt es bei weiteren 4 Booten in Ägypten nichts einzuwenden.
Anmerken möchte ich das seit Juni 2011 die Vorschrift besteht, das bei südlichen Routen ein zugelassenes Notruf- und Ortungssystem an Bord mitgeführt werden muss.
Diese Vorschrift wurde durch die CDWS im Jahre 2010 eingeführt und wird durch die meisten Boote bis heute missachtet.
Spannend in diesem Zusammenhang dürfte die Frage sein, wie es aussieht wenn man über einen deutschen Reiseveranstalter bucht und bei Ausführung der Tauchsafari ohne ein solches System nach Schadensersatz fragt. Denn es obliegt dem deutschen Reiseveranstalter für die Einhaltung der örtlichen Bestimmungen zu sorgen. (Stichwort: Verkehrssicherungspflicht)
Zurück zum eigentlichen Thema, eine Auswahl eines Tauchsafari-Bootes ist relativ einfach wenn man Wert auf seine persönliche Sicherheit legt.
Dies sollte jeder Taucher im eigenen Interesse tun, vor allem bei der ersten Tauchsafari.
Die Frage nach dem Land und der Route möchte ich zur Vollständigkeit in diesem Artikel mit ansprechen.
Für eine erste Tauchsafari eignet sich als Land in jedem Fall Ägypten, die Malediven und andere Länder würde ich nicht für eine erste Tauchsafari empfehlen. Während einer Tauchsafari werden Anforderungen an den Taucher gestellt die er nicht unbedingt beim Tauchen von Land aus erleben kann. Ich möchte hier nur die Thematik Strömung ansprechen.
Wer Ägypten als Ziel seiner Wahl getroffen hat, für den eignen sich in Ägypten die Nord- und/oder die Südtour für eine erste Tauchsafari. Die Boote finden hier häufiger geschützte Riffe zum Ankern, bei denen das Boot nicht die gesamte Zeit in der Welle liegt. Es wird dem Seekranken sehr entgegen kommen. Eine St.-Johns Tour kommt aufgrund der langen Fahrzeit eventuell nicht in Frage, vor allem dann wenn man sich nicht sicher ist, ob man seefest ist. Für alle die von sich wissen das Sie mit dem Wellengang kein Problem haben steht einer St.-Johns Tour nichts entgegen.
Den Marinepark würde ich als erste Tauchsafari nicht empfehlen. Erst nach einer gewissen Erfahrung auf Tauchsafari-Booten sollte man sich auf zu Brothers+Co. machen.
Oft ist auch zu lesen das 30 oder 50 Tauchgänge für eine Tauchsafari als Mindestvoraussetzung vorzuweisen sind. Bei gewissen Routen würde ich weitere Kenntnisse als verpflichtend ansehen, so wären die Brothers erst nach mindestens einer absolvierten Tauchsafari nach meiner Meinung ein Ziel.
Im eigenen Interesse sollte man sich die Erfahrung aneignen welche die Brothers fordern können. Strömung sollte man bereits erlebt haben, bevor man zu den Brothern fährt. Die Auswahl der Route liegt auch in der Eigenverantwortung jedes Tauchers, daher sollte Erfahrung mit Strömung mindestens vorhanden sein, wenn man sich zu den Brothern aufmacht.
Die Quintessens aus dem Artikel ist das man auf die Größe des Bootes und auf das Thema Sicherheit als Mindestanforderung achten sollte.
Quelle:
Boote mit ENOS, Internetseite von Seareq www.seareq.de
Weiterführende Informationen :
- Divers Atlas, südliches Rotes Meer
- Mitten im Blau
- Tauchsafari-Ratgeber
- 99-Tipps-Tauchsafari









